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Fragen & Antworten

Allgemeine Fragen

Was ist Epi proColon®2.0 CE?

Epi proColon 2.0 CE ist ein qualitativer in-vitro diagnostischer Test zum Nachweis von methylierter Septin 9 DNA in EDTA-Plasma. Eine erhöhte Methylierung der Promoterregion des SEPT9_v2-Transkripts korreliert mit dem Auftreten von Darmkrebs. Die Analyse erfolgt mittels Real Time PCR (Polymerase-Kettenreaktion) und einer methylierungsspezifischen Septin 9 Fluoreszenzsonde zur Detektion des methylierten Septin9-DNA-Ziels.

Warum ein Bluttest?

Ein Bluttest ist eine routinemäßige und von Patienten gut akzeptierte Untersuchungsmethode.

Wahlmöglichkeiten und Präferenzen sind wesentliche Faktoren, die das Verhalten von Patienten beeinflussen. Selbst nach Rücksprache mit ihrem Arzt nehmen nur 1 von 7 Personen in der EU regelmäßig an der Vorsorge teil. Das Anbieten eines Bluttests könnte die Teilnahmerate an der Darmkrebsvorsorge erhöhen.

Wer sollte mit Epi proColon®2.0 CE getestet werden?

Epi proColon® 2.0 CE ist eine nicht-invasive Alternative für Männer und Frauen über 50, die eine Darmspiegelung vermeiden wollen und bei denen ein durchschnittliches Risiko für Darmkrebs vorliegt.

Kann Epi proColon® 2.0 CE auch bei Menschen mit erhöhtem Darmkrebsrisiko eingesetzt werden?

Epi proColon® 2.0 CE sollte bei Menschen mit durchschnittlichem Darmkrebsrisiko eingesetzt werden.

Da es sich um einen routinemäßigen Früherkennungstest handelt, wie oft sollten Patienten getestet werden?

Ein Intervall für die Anwendung von Epi proColon® 2.0 CE wurde noch nicht durch klinische Daten belegt. Die klinische Wirksamkeit in Vorsorgeprogrammen wurde nicht untersucht.

Was sollte ein Patient tun, wenn Epi proColon® 2.0 CE positiv ausfällt?

Ein positives Testergebnis bedeutet, dass Septin 9 DNA im Blutplasma nachgewiesen wurde. Methyliertes Septin 9 steht in engem Zusammenhang mit dem Auftreten von Darmkrebs. Da Epi proColon® 2.0 CE kein konfirmatorischer Test für Darmkrebs ist, sollten sich Menschen mit einem positiven Ergebnis von Ihrem Arzt beraten lassen und sich einer diagnostischen Darmspiegelung unterziehen um das Testergebnis zu bestätigen.

Was sollte ein Patient tun, wenn Epi proColon® 2.0 CE negativ ausfällt?

Ein negativer Bluttest bedeutet, dass keine methylierte Septin 9 DNA im Plasma nachgewiesen werden konnte. Da ein negatives Testergebnis nicht konfirmatorisch für das Nichtvorhandensein von Darmkrebs ist, sollte auch weiterhin regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen werden.

Darmkrebs & Screening

Warum sollte man sich auf Darmkrebs testen lassen?

Darmkrebs ist einer der am besten vermeidbaren und behandelbaren Krebsarten wenn er früh gefunden wird. In großangelegten klinischen Studien wurde gezeigt, dass die Mortalität und Inzidenz von Darmkrebs durch Vorsorgeprogramme deutlich gesenkt werden kann. Frühe Stadien von Darmkrebs sind üblicherweise symptomlos. Daher kann die Früherkennung durch Screening die 5-Jahres-Überlebensrate signifikant verbessern. Außerdem ist Darmkrebs nach Früherkennung meistens heilbar.

Welche Vorsorgeuntersuchungen werden empfohlen?  

Es gibt verschiedene nationale Vorsorgerichtlinien, die Tests zur Vorsorgeuntersuchung empfehlen. Die am häufigsten empfohlenen Tests schließen die Darmspiegelung (alle 5-10 Jahre) und Stuhltests auf verstecktes Blut im Stuhl (FIT, jährlich oder zweijährlich) ein.

Wie kann man sich mit Epi proColon®2.0 CE testen lassen?

Die Blutprobe für Epi proColon® 2.0 CE kann der Arzt bei der jährlichen Routineuntersuchung entnehmen und in ein diagnostisches Labor einschicken. Alternativ gibt es die Möglichkeit bei manchen Laboren direkt Blut entnehmen zu lassen. Bevor man sich dazu entscheidet, sollte  mit dem Arzt über die Darmkrebsvorsorge gesprochen werden.

Epi proColon® 2.0 CE – Hintergrund

Auf welchen Biomarkern basiert Epi proColon® 2.0 CE?

Epi proColon® 2.0 CE weist die DNA Methylierung einer spezifischen Sequenz der Promotorregion des Sept9 Gens nach. Außerdem wird ein internes Kontrollgen (Actin Beta) nachgewiesen um sicherzustellen, dass genügend DNA in der Probe enthalten war um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

Was ist DNA Methylierung?

DNA Methylierung ist ein natürlicher biologischer Prozess bei dem die Cytosin Base der DNA durch Addition einer Methylgruppe modifiziert wird. Diese Modifikation reguliert die Genexpression. Zu Veränderungen in der DNA Methylierung kommt es häufig bei Krebserkrankungen. Daher kann DNA Methylierung ein Biomarker für das Vorhandensein von Krebs sein.

Kann man Serum statt Plasma verwenden?

Epi proColon® 2.0CE wurde für die Verwendung von Plasma entwickelt, welches aus den BD Vacutainer® K2EDTA oder Sarstedt S-Monovette® 9 ml K3E oder Sarstedt S-Monovette® 8.5 ml CPDA Blutentnahmeröhrchen stammt. Es werden mindestens 3,5 ml Plasma pro Test benötigt. Serum wurde für diesen Test nicht validiert.

Was ist zellfreie zirkulierende DNA?

Zellfreie zirkulierende DNA ist die DNA Fraktion im Blutplasma.

Blutentnahme und Prozessierung

Welche Blutentnahmeröhrchen können verwendet werden?

Entnommenes Blut kann gesammlt werden in den BD Vacutainer® K2EDTA oder Sarstedt S-Monovette® 9 ml K3E oder Sarstedt S-Monovette® 8.5 ml CPDA Blutentnahmeröhrchen. Die Entnahmeröhrchen anderer Hersteller wurden nicht für die Verwendung mit Epi proColon® 2.0 CE validiert.

Wieviel Blut muss entnommen werden?

Epi proColon® 2.0 CE benötigt mindestens 3,5 ml zellfreies Plasma. Um diese Menge Plasma zu erhalten, empfehlen wir die Entnahme von mindestens 10 ml Blut. Viele Labore entnehmen ein zweites Blutröhrchen zur Sicherheit.
Achtung: Vollblut nicht einfrieren.

Gibt es spezielle Anweisungen zur Plasmaprozessierung?

Das Plasma sollte innerhalb von 4 Stunden nach der Blutentnahme gewonnen werden. Das Vollblut kann bis dahin bei 2°- 30°C aufbewahrt werden.

Wie sollte Plasma transportiert und gelagert werden?

Plasma kann gekühlt bei 2°C bis 8°C bis zu 72 h aufbewahrt werden oder gefroren bei -15°C bis -25°C bis zu 14 Tagen. Für Transport und Versand gilt entsprechendes.

Epi proColon® 2.0 CE – das Testverfahren

Der Testkit ist ausgelegt für 30 Plasmaproben und 2 Kontrollen (durchgeführt in Triplikaten). Was soll ich tun, wenn ich weniger als 30 Proben habe.

Die Komponenten des Epi proColon® 2.0 CE Plasma Quick Kit und des PCR Kit werden in Aliquots bereitgestellt, so dass auch kleinere Läufe durchgeführt werden können. Das Epi proColon® 2.0 CE Plasma Quick Kit  und PCR Kit enthalten ausreichend Reagenzien für 4 Läufe. Das Epi proColon® 2.0 CE Control Kit wird mit Positiv- und Negativkontrollen geliefert, die für insgesamt 6 Läufe ausreichen.

Gibt es eine automatisierte Version des Tests?

Epi proColon® 2.0 CE läuft über ein manuelles Testprotokoll. Das Labor hat die Möglichkeit selbst ein automatisiertes Protokoll für den Test zu validieren. Die Leistungsmerkmale des Tests wären dabei jedoch nicht durch die vom Hersteller ausgewiesene Spezifikation abgesichert.

Kann das Labor einzelne Testkomponenten substituieren?

Nein. Der Test ist nur mit den für Epi proColon® 2.0 CE ausgewiesenen Kit Komponenten, Reagenzien und Materialien validiert, die in der Gebrauchsanweisung spezifiziert wurden (IFU 0009).

Kann das Labor Equipment substituieren?

Andere Instrumente sind grundsätzlich denkbar, sofern diese äquivalente Leistungsmerkmale aufweisen wie die validierten Geräte. Epi proColon® 2.0 CE ist validiert für den BioSystems 7500 Fast Dx und den Roche LightCycler 480 (I+II), wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben (IFU 0009). Dies ist besonders bei der Auswahl der Instrumente zur magnetischen Abtrennung zu beachten.

Kann der Test auf anderen PCR Instrumenten oder anderer Software laufen?  

Der Test wurde validiert für Gebrauch auf AB 7500 Fast DX mit SDS v1.4 oder v1.4.1 Software, 21 CFR Part 11 und auf Roche LigtCycler 480 (I+II) mit LightCycler 480 Software 1.5.x. Der Gebrauch auf anderen Instrumenten oder mit anderer Software bedarf einer gesonderten Validierung.

Können die Magnet-Beads austrocknen?

Ja. Während Schritt 9.13 der IFU 0009 darf die Trocknungszeit und -temperatur nicht erhöht werden, da sonst die Magnet-Beads austrocknen können und dadurch die bisDNA Ausbeute verringert wird. Im Fall einer Austrocknung sollte die Trocknungszeit von 10 min reduziert werden.

Wenn sich die Beads nach der DNA Extraktion nicht aus der Lösung abscheiden lassen beziehungsweise die Abscheidung nicht ausreichend erscheint, was sollte ich als nächstes tun?

Die Tubes sollten bis zu 10 min bei 56°C inkubiert werden um die Abscheidungseffizienz zu verbessern. Danach sollten die Tubes für weitere 5-10 min in die DynaMag™-15 Ständer verbracht werden um entsprechend der Gebrauchsanweisung fortzufahren (IFU 0009).

Muss etwas Besonderes beachtet werden, wenn man mit den Beads arbeitet?

Eine homogene Suspension der Epi proColon® 2.0 CE Beads ist wesentlich für die Testleistung. Abweichungen der vorgeschriebenen Menge an Beads kann zu falschen Ergebnissen führen. Mischen Sie die Flasche gründlich um sicherzustellen, dass Sie eine ausreichende Konzentration an Beads entnehmen. Es sollte sich kein sichtbares Sediment am Flaschenboden befinden, dies ist für jeden Pipettierschritt zu beachten.

Welche Art von Ergebnissen werden an den Arzt übermittelt?

Der Test ist qualitativ und liefert drei mögliche Ergebnisse: negativ, positiv, ungültig. Läufe mit einem ungültigen Ergebnis sollten nicht an den Arzt übermittelt werden. In diesem Fall sollte der Test wiederhohlt werden, wenn nötig mit einer weiteren Blutprobe. Sollte es wiederholt zu ungültigen Ergebnissen kommen, wenden Sie sich bitte an den Technical Support

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